20. Juli 2025

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Budapest/Langenlonsheim - Beim größten und international renommiertesten Kickboxturnier der Welt, dem World Cup in Budapest, der mit rund 4.000 Athletinnen und Athleten aus 52 Nationen besetzt war, zeigte Theresa Pekrul erneut ihre internationale Klasse. Die 18-jährige Bundeskaderathletin des WAKO Deutschland e.V. startete in drei Wettbewerben in zwei Disziplinen - Pointfight und Lightcontact - und holte sich eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille.

Die Reise begann am Donnerstagnachmittag vom Flughafen Hahn aus gemeinsam mit ihrem Vater und Trainer Dirk Pekrul. Die Waage wurde noch am Abend in Budapest erfolgreich absolviert. Am Freitag sollte zunächst ein geplanter Teamfight stattfinden, dieser kam jedoch nicht zustande.

Silber bei den Juniorinnen -55 kg (Pointfight) In der Disziplin Pointfight der Juniorinnen (-55 kg) startete Theresa im Dress des Nationalteams mit einem Freilos in das Turnier. In der ersten Begegnung setzte sie sich klar mit 9:2 gegen Anja Borisek aus Slowenien durch. Es folgte ein engerer Kampf gegen Klaudia Siwczynska aus Polen, den sie mit 11:8 gewann. Im Halbfinale traf sie auf Darina Tsvetkova vom renommierten Radulov Team aus Bulgarien - auch hier behielt sie mit 8:6 die Oberhand. Im Finale stand ihr dann Anna Schmidl, die aktuelle Weltranglistenerste aus Österreich, gegenüber. Nach einem spannenden Duell unterlag Theresa knapp mit 8:11 und sicherte sich damit die Silbermedaille.

Bronze bei den Erwachsenen -55 kg (Pointfight) In der Eliteklasse der Erwachsenen -55 kg ging Theresa im Trikot ihres Heimatvereins Sportclub Rhein-Nahe e.V. aus Langenlonsheim an den Start. Hier besiegte sie zunächst die 34-jährige Kanadierin Keila Estivariz mit 10:4. Im darauffolgenden Kampf traf sie erneut auf Anna Schmidl und konnte dieses Mal den Spieß umdrehen - mit einem knappen Punktsieg revanchierte sie sich für die Finalniederlage bei den Juniorinnen. Im Halbfinale wartete Kristina Nikolova vom bulgarischen Star Team. Nach einem ausgeglichenen Kampf ging es in die Verlängerung, wo Theresa unglücklich im Golden Point unterlag - ein umstrittenes Urteil, wie sich später bestätigte. Dennoch reichte es für einen starken dritten Platz und die Bronzemedaille bei den Erwachsenen.

Gold bei den Juniorinnen -55 kg (Lightcontact) Am Sonntag ging Theresa erneut im Dress des Nationalteams an den Start - dieses Mal in der Disziplin Lightcontact der Juniorinnen (-55 kg). Dort dominierte sie ihre Gegnerinnen klar: Siege über Konstantina Alexious (Griechenland, 3:0), Beata Ivas (Kroatien, 3:0), Tadeja Susec (Slowenien, 2:0) und im Finale über Sophie Heron (einstimmig 3:0) sicherten ihr den verdienten Turniersieg und damit die Goldmedaille.

Trainer Dirk Pekrul zeigte sich begeistert von der Leistung seiner Tochter: "Was Theresa hier abgeliefert hat, ist absolut beeindruckend. Sie hat sich in drei anspruchsvollen Wettkämpfen gegen internationale Top-Athletinnen durchgesetzt. Jetzt hat sie sich erstmal eine Pause verdient."

Ein besonderer Dank geht auch an Stefan Reinboth, den Nationaltrainer des Erwachsenen-Pointfightteams, der Theresa bei den Kämpfen unterstützend coachte. Nun bleibt die Hoffnung, dass die Bundestrainer Theresa bei der anstehenden Europameisterschaft in Italien für einen Doppelstart in beiden Disziplinen nominieren.

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