8. September 2026

Sechs Medaillen, Platz 56 weltweit und zweitbester deutscher Verein beim 31. Hungarian Kickboxing World Cup in Budapest

Langenlonsheim/Budapest. Was für ein erfolgreiches Wochenende für den Sportclub Rhein-Nahe e.V.: Vom 27. bis 30. August 2026 war der Verein beim 31. Hungarian Kickboxing World Cup in Budapest vertreten und kehrte mit einer beeindruckenden Bilanz nach Hause zurück.

 

Bei einem der größten und international hochkarätig besetzten Kickbox-Turniere der Welt gingen 2.011 Athletinnen und Athleten aus 47 Nationen bei insgesamt 3.012 Nennungen an den Start. 428 Teams kämpften um die begehrten World-Cup-Medaillen.

 Mit einem vergleichsweise kleinen Team erreichte der Sportclub Rhein-Nahe in der internationalen Teamwertung einen hervorragenden 56. Platz und wurde damit sogar zweitbester deutscher Verein des gesamten Turniers.

 

Am Ende standen für den Sportclub zwei Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille zu Buche.

 

Früher Start in Budapest

 

Für das Team des Sportclub Rhein-Nahe begann das Turnier bereits am Donnerstag, dem 27. August. In den frühen Morgenstunden machte sich die Mannschaft auf den Weg nach Budapest, denn noch am selben Tag stand für die Kämpferinnen und Kämpfer die offizielle Gewichtskontrolle auf dem Programm.

 

Alle Starterinnen und Starter schafften die Waage erfolgreich und konnten sich damit auf die bevorstehenden Wettkämpfe konzentrieren.

 

🥈 Kim Herzog: Comeback mit Silber

 

Den Auftakt machte am Freitag Kim Herzog aus Ramstein. Der 47-Jährige ist mehrfacher Weltmeister und hatte seine aktive Karriere eigentlich bereits beendet. Für den Hungarian World Cup kehrte er jedoch noch einmal auf die internationale Wettkampfbühne zurück.

 

Der Grund dafür war ein ganz besonderer: Kim wollte gemeinsam mit seinem Sohn Orell auf einem internationalen Turnier für den Sportclub Rhein-Nahe an den Start gehen.

 

Das Comeback verlief äußerst erfolgreich. Kim kämpfte sich bis ins Finale vor. Dort traf er auf den Briten Singh Gurmare und musste sich geschlagen geben.

 

Damit gewann Kim Herzog bei seinem besonderen Comeback die Silbermedaille.

 

Für Vater und Sohn wurde der World Cup damit zu einem ganz besonderen gemeinsamen sportlichen Erlebnis.

 

👊 Artilla Zahn bei seinem ersten World Cup

 

Ebenfalls am Freitag ging Artilla Zahn aus Gensingen erstmals bei einem World Cup an den Start.

 

Der Nachwuchskämpfer trat in der Disziplin Lightcontact Younger Cadets bis 37 kg an. In einem hart geführten Kampf traf Artilla auf einen Sportler aus England und musste sich leider geschlagen geben.

 

Damit war sein erster World Cup zwar früh beendet, dennoch sammelte Artilla auf internationaler Bühne wichtige Erfahrungen.

 

🥈 Orell Herzog kämpft sich ins World-Cup-Finale

 

Am Samstag starteten Artilla Zahn und Orell Herzog in der Disziplin Pointfight Younger Cadets bis 37 kg.

 

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt. Glücklicherweise befanden sich die beiden Vereinskollegen in unterschiedlichen Gruppen, sodass ein mögliches Vereinsduell erst im Finale hätte stattfinden können.

 

Für Artilla endete der Wettbewerb diesmal bereits nach seinem ersten Kampf. Gegen den erfahrenen Engländer Bartosz Hamerski musste er sich geschlagen geben.

 

Orell Herzog dagegen startete eine beeindruckende Siegesserie.

 

Gegen Sebastian Kupsa aus Österreich gewann er souverän mit 10:0. Anschließend setzte er sich gegen Archie Trinder aus England mit 9:6 durch. Es folgte ein 5:1 gegen Gergo Baranyi aus Ungarn und ein äußerst knapper 10:9-Erfolg gegen Anton Vasilev aus Bulgarien.

 

Damit stand Orell im großen World-Cup-Finale.

 

Dort musste er sich dem Engländer Kevin Constantin Vrasneag knapp geschlagen geben.

 

🥈 Silber für Orell Herzog!

 

🥈 Celine Brzenk holt Silber – und greift anschließend nach Gold

 

Als Nächstes ging Celine Brzenk aus Alzey an den Start. Die Bundeskaderathletin wurde von Theresa Pekrul und ihrem Vater betreut.

 

In der Klasse Pointfight Younger Cadets bis 47 kg zeigte Celine von Beginn an starke Leistungen.

 

Gegen Karina Mincheva aus Bulgarien gewann sie mit 11:1. Anschließend setzte sie sich gegen Elisa Strohmaier aus Österreich mit 9:8 durch und gewann gegen Teodora Barzachka aus Bulgarien mit 8:3.

 

Damit stand Celine im Finale.

 

Dort entwickelte sich gegen Michaela Mindova aus der Slowakei ein extrem enger Kampf. Celine musste sich am Ende nur knapp mit 6:7 geschlagen geben und gewann damit die Silbermedaille.

 

Doch damit war der Wettkampftag für Celine noch lange nicht beendet.

 

🥇 Celine Brzenk wird erstmals 2026 World-Cup-Siegerin

 

Kurz darauf ging Celine in ihrer eigentlichen Gewichtsklasse Pointfight Younger Cadets bis 42 kg erneut an den Start.

 

Und diesmal sollte es ganz nach oben gehen.

 

Celine gewann zunächst gegen Rosina Peykova aus Bulgarien mit 8:2. Anschließend setzte sie sich gegen Kim Bucik aus Slowenien durch und besiegte Elisa Strohmaier aus Österreich mit 10:1.

 

Im Finale traf sie auf Raya Marinova aus Bulgarien.

 

In einem spannenden Endkampf behielt Celine mit 3:2 die Oberhand.

 

Damit stand fest:

 

🥇 CELINE BRZENK IST WORLD-CUP-SIEGERIN!

 

Für Celine war es der erste World-Cup-Titel im Jahr 2026.

 

Gemeinsam mit Theresa Pekrul sorgte sie damit für zwei World-Cup-Siegerinnen des Sportclub Rhein-Nahe bei einem einzigen Turnier.

 

🥇 Theresa Pekrul gewinnt ihren siebten World-Cup-Titel 2026

 

Anschließend wurde es für Theresa Pekrul aus Münster-Sarmsheim ernst.

 

Die 19-jährige Bundeskaderathletin startete im Pointfight Senior Female bis 60 kg.

 

Nach einem Freilos traf Theresa auf die Schweizerin Maeline Lachaud und gewann mit 8:5.

 

Im nächsten Kampf wartete mit der Niederländerin Maaike Schulten eine bekannte Gegnerin. Gegen sie hatte Theresa erst beim Flanders Cup verloren. In Budapest gelang ihr nun die Revanche.

 

Theresa gewann den Kampf mit 6:2 und zog ins Halbfinale ein.

 

Dort wartete die Polin Julia Smialkowska. In einem intensiven und hart geführten Kampf setzte sich Theresa mit 21:15 durch.

 

Im Finale traf sie auf ihre deutsche Teamkollegin Sila Kiray.

 

Theresa blieb konzentriert und gewann das Finale souverän mit 5:0.

 

Damit war es geschafft:

 

🏆 THERESA PEKRUL IST WORLD-CUP-SIEGERIN 2026!

 

Für Theresa war es bereits der siebte World-Cup-Titel allein im Jahr 2026.

 

Eine außergewöhnliche Serie, die ihre derzeitige sportliche Form eindrucksvoll unterstreicht.

 

🥉 Theresa holt auch im Lightcontact eine Medaille

 

Am Sonntag ging Theresa direkt wieder an den Start – diesmal im Lightcontact Senior Female bis 60 kg.

 

Nach einem Freilos traf sie auf die 31-jährige Sarah Andrea Kienleitner aus Österreich. Theresa setzte sich durch technischen KO durch.

 

Im Halbfinale kam es erneut zum Duell mit der Polin Julia Smialkowska.

 

Theresa ging zunächst mit 3:0 in Führung. Nach einem harten Treffer führte eine kurze Unaufmerksamkeit jedoch dazu, dass Julia den Kampf drehen konnte.

 

Theresa kämpfte sich noch einmal zurück, doch es fehlten am Ende nur wenige Sekunden.

 

Mit 2:1 musste sie sich geschlagen geben.

 

Damit gewann Theresa die Bronzemedaille.

 

👊 Sebastian Sanchez mit internationalem Einsatz

 

Auch Sebastian Sanchez aus Landstuhl vertrat den Sportclub Rhein-Nahe in Budapest.

 

Er startete in der Klasse Senior Pointfight -69 kg (S M -69 kg).

 

In seinem ersten Kampf traf Sebastian auf einen starken Gegner aus Spanien. In einem engen und offensiv geführten Duell musste er sich am Ende mit 11:14 geschlagen geben.

 

Damit war der Wettkampf für Sebastian nach dem ersten Kampf beendet. Auch für ihn bedeutete der Einsatz beim Hungarian World Cup jedoch wertvolle Erfahrung auf internationaler Ebene.

 

👊 Maximilian Berg sammelt bei seinem ersten World Cup Erfahrung

 

Für den erst 16-jährigen Maximilian Berg aus Ebernburg war Budapest ebenfalls der erste World Cup.

 

Im Lightcontact Junioren bis 79 kg traf Max auf den Österreicher Tobias Dietrich. In der ersten Runde fand Max noch nicht richtig in den Kampf und konnte den entstandenen Rückstand in der zweiten Runde nicht mehr aufholen.

 

Am späten Nachmittag ging es für ihn zusätzlich im Kicklight gegen den starken slowenischen Nationalkaderathleten Samo Orehovec.

 

Max kämpfte die beiden Runden durch, musste aber anerkennen, dass sein Gegner an diesem Tag der bessere Kämpfer war.

 

Trotz der Niederlagen waren die beiden Einsätze für den jungen Sportler eine wichtige Erfahrung und ein weiterer Schritt auf seinem Weg.

 

🏆 Die Bilanz des Sportclub Rhein-Nahe

 

Nach vier intensiven Wettkampftagen kann der Sportclub Rhein-Nahe auf eine beeindruckende Bilanz zurückblicken:

 

🥇 2x GOLD

 

Theresa Pekrul – Pointfight Senior Female -60 kg

Celine Brzenk – Pointfight Younger Cadets -42 kg

 

🥈 3x SILBER

 

Kim Herzog – Pointfight

Orell Herzog – Pointfight Younger Cadets -37 kg

Celine Brzenk – Pointfight Younger Cadets -47 kg

 

🥉 1x BRONZE

 

Theresa Pekrul – Lightcontact Senior Female -60 kg

 

Damit holte der Sportclub Rhein-Nahe insgesamt sechs Medaillen.

 

Besonders bemerkenswert: Bei 428 Teams aus 47 Nationen erreichte der Verein mit seinem kleinen Team den 56. Platz der internationalen Teamwertung und wurde damit zweitbester deutscher Verein.

 

🇩🇪 Für Celine und Orell geht es direkt weiter

 

Für zwei unserer erfolgreichen Nachwuchssportler bleibt nach dem World Cup kaum Zeit zum Durchatmen.

 

Celine Brzenk und Orell Herzog sind Bundeskaderathleten und fahren bereits am kommenden Wochenende nach Sundern zum nächsten Bundeskaderlehrgang.

 

Doch damit ist die Saison noch lange nicht vorbei.

 

Vom 18. bis 27. September 2026 steht für die beiden das nächste große Highlight auf dem Programm:

 

🌍 WAKO Youth World Championships 2026

📍 Jesolo, Italien

📅 18.–27. September 2026

 

Dort treffen die besten Nachwuchskämpferinnen und -kämpfer der Welt aufeinander.

 

Für Celine und Orell geht es somit direkt von Budapest über den Bundeskader in Sundern zur nächsten internationalen Herausforderung.

 

Der Hungarian Kickboxing World Cup hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Nachwuchsarbeit des Sportclub Rhein-Nahe auszahlt und unsere Athletinnen und Athleten auch auf internationaler Bühne bestehen können.

 

Wir sind stolz auf unser gesamtes Team und wünschen Celine und Orell für die kommenden Aufgaben viel Erfolg!

 

🥊 Sportclub Rhein-Nahe e.V. – gemeinsam kämpfen, gemeinsam wachsen, gemeinsam gewinnen!

 

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